TechDays 2017 – Teil 4: Windows Server 2016

TechDays 2017 – Teil 4: Windows Server 2016

Windows Server 2016 bringt viele Neuerungen, der Fokus an den TechDays lag auf der Nano Server Version , sozusagen einer minimierten Version von Server 2016.

Die erste Breakout Session am zweiten Tag der TechDays 2017 in Baden, hat Thomas Maurer von itnetX dem Thema «The best of Windows Server 2016» gewidmet. Mein Interesse wurde vor allem durch die Präsentation des Nano Servers geweckt. Beim Nano Server handelt es sich um eine reduzierte Version von Windows Server 2016.

Die wichtigsten Details:

  • Nur in 64bit verfügbar
  • «Headless», was bedeutet, dass keine grafischen Komponenten verfügbar sind.
  • Unterstützt Virtualisierung und Containers
  • Keine Unterstützung für Rollen (AD, DNS, etc.)
  • Volle Unterstützung für Treiber (64Bit) jedoch keine Installation durch MSIs

Die Präferenz der Nano Version liegt ganz klar in der Geschwindigkeits- und Speicheroptimierung. Das Minimal-Konzept ist nicht neu, jedoch die Umsetzung und Integration können überzeugen.

Das Setup eines Nano Servers auf einen USB Stick oder als Hyper-V Image dauert gerade mal ein bis zwei Minuten, wobei je nach Treiber weniger als 1GB Speicher für das Betriebssystem benötigt wird.

Zur Provisionierung stellt Microsoft ein UI Basiertes Tool namens «Nano Server Image Builder» zur Verfügung, mit welchem eine Nano Server Konfiguration einfach erstellt werden kann. Der Betrieb des Servers ohne grosse Zusatzdienste ist problemlos mit 512MB RAM möglich.

Das Management der Server überzeugt:

  • Für Azure hat Microsoft den Dienst «Remote Server Management Tools» angekündigt, welcher erst im Preview verfügbar ist. Mit diesem lassen sich per Azure Web UI Server (auch On Prem) einfach Orchestrieren. So stellt Microsoft einen Webbasierten Device Manager, File Explorer, PowerShell sowie einen Registry Editor zur Verfügung.
  • Natürlich kann auch per PowerShell Direct darauf zugegriffen werden, was vor allem in der Entwicklung sehr hilfreich ist.

Weitere Features welche im Windows Server 2016 verfügbar sind:

  • Native Hyper-V Container Support
  • Nested Hyper-V: Damitkönnen neu Hyper-V Images in einem Hyper-V Image gehosted werden, was vor allem in Kombination mit dem Nano Server interessant ist.
  • Hinzufügen/Entfernen von Netzwerkadaptern und Anpassen von Memory in Hyper-V ohne Image neu zu starten.

Fazit

Gerade im Bereich DevOps und Entwicklung mit Containertechnologien sehe ich ein grosses Potenzial von Windows Server 2016 Nano. Neben der Performance und minimalen Platzanforderungen ist auch das Handling effizient und die Einsatzmöglichkeiten enorm.

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