TechDays 2016 – Teil 1

TechDays 2016 - Teil 1

Nachdem Microsoft die Techdays im 2013 beerdigt und durch mehrere kleinere Events ersetzt hatte, war es 3 Jahre lang still. Dieses Jahr wurden die Techdays sozusagen wiederbelebt. Offensichtlich besteht jedoch ein grosser Bedarf in der Schweizer Microsoft Fangemeinde. Die Tickets für die 600 Plätze gingen weg wie warme Semmel. Der Blog geht auf drei spannende Keynotes des ersten Tages ein.
Eingangsbereich der TechDays 2016

Keynote 1: (Visual Studio) Code made in Switzerland

Erich Gamma präsentierte als erstes zu dem Thema Visual Studio Code. Unter dem Begriff entwickelt Microsoft ein Browser basiertes Visual Studio, welches sich vor allem durch Plattformunabhängigkeit definiert. So kann problemlos auf iOS, Android und Windows entwickelt werden. So soll Visual Studio Code, welches von der Benutzeroberfläche an Napa erinnert, vor allem in der Cloud zum Einsatz kommen.

Visual Studio Code wird hauptsächlich in der Schweiz entwickelt (Wollishofen). Die aktuelle Version macht einen sehr guten Eindruck und unterstützt gängige Features wie Debugging, Code Highlighting, InteliSense und die Erweiterbarkeit durch AddOns aus dem Store. Visual Studio Code baut auf derselben Basis auf wie Visual Studio Online Tools Monaco, Napa und der Code-Editor von OneDrive. Das Projekt selbst ist in TypeScript geschrieben und läuft auf der Basis von Node.js.

Mehr unter: https://code.visualstudio.com

Keynote 2: Windows 10 is made for Enterprises

Craig Dewar von Microsoft spricht über Windows 10 Enterprise. Windows Enterprise ist die Antwort für alle Firmen, welche mit Windows arbeiten. Hauptfokus bei der Entwicklung von Windows 10 war die Kompatibilität zu den verschiedensten Geräten. So läuft Windows 10 auf einem Raspery Pie, Mobile Phone, Tablet, Xbox, Desktop PC sowie dem Microsoft Surface Hub. Dadurch muss nicht jede Applikation für jedes Gerät entwickelt werden, sondern ganze Applikationen oder grosse Teile davon können für die verschiedenen Endgeräte wiederverwendet werden. Dies wiederum führt zu einer schnelleren Auslieferung von neuen Funktionen und konsolidiertem Funktionsumfang auf den verschiedenen Geräten. Windows Enterprise setzt vor allem bei der Sicherheit Meilensteine. So können in Firmen einzelne Programme für die Ausführung berechtigt werden, was das Installieren von Malware sozusagen verunmöglicht. Neu ist auch, dass beim Umstieg von Home auf Pro oder Enterprise keine Neuinstallation nötig ist. Einzig der Lizenzschlüssel muss geändert werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die vereinfachte Migration von Win7 oder Win8.1, welche nicht nur eine Rollbackfunktion bietet, sondern auch wesentliche Geschwindigkeitssteigerungen mit sich bringt. Dank diesen 2 Faktoren sind Firmen nicht dazu genötigt, bei einem Upgrade neue Hardware zu kaufen und können sich auch über die einfache Migration freuen. Weiter angekündigt wurden, die Integration von Cortana auf das AD sowie die Enterprise Data Protection, welches kommenden Sommer erscheinen soll.
Techdays 2016 Keynote

Keynote 3: A flight in the cloud with the Universal Windows Platform and Azure Internet of Things (IoT)

Ronnie Saurenmann, ein Name, welcher für unterhaltsame Sessions steht. Wie es der Sessionname impliziert, war das Ziel der Session, eine Drohnen- (Quadrokopter-) Steuerung auf der Basis einer node.js Library, welche mittels universal App angesteuert wurde. Für die Analyse der Sensor-Daten wurden zusätzliche Komponenten aus der Azure Cloud verwendet. Als Krönung gab es noch eine Cortana Sprachsteuerung für die Drohne.

Zuerst zeigte Ronnie eine defekte Drohne und verwies auf einen gescheiterten Versuch in einer früheren Präsentation mittels Android Phone 🙂

Bevor es losging, legte Ronnie auch gleich einen Helm und eine Holo Lens (Skibrille) an und delegierte seinen Vorgesetzten als Drohnen-Batterie Assistent. In gewohnter Visual-Studio-Snippets-Copy-Paste-Manier führte er durch die einzelnen Schritte und die Integration der Cloud Services mit fortlaufenden Demo-Pausen um die Drohne erneut zu starten und die soeben umgesetzten Codes zu demonstrieren.

Technisch gesehen war vor allem die Kommunikation via Azure IoT Hub im Vordergrund, welcher JSON Daten aus der Applikation an verschiedene Zielsystem weitergeleitet hat. So wurden die Daten der Drohnensensoren an eine Azure SQL DB, Power BI und den Analytic Service weitergereicht. Mittels Analytics Service wurde die verbleibende Laufzeit aufgrund der vergangenen Flüge vorhergesagt. In Power BI wurden die Messdaten visualisiert und der SQL diente als Datenquelle für den Analytics Service.