Get in the Loop: Microsoft Loop im Funktionstest

Blog-Get in the loop
Allgeier Blog Get in the Loop: Microsoft Loop im Funktionstest

Microsoft Loop auf dem Prüfstand: Funktionen im Test

Home Office, Digital Learning & Co. sind aus unserem Alltag mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Dank verschiedener Kollaborationsplattformen wird die Zusammenarbeit und der Datenaustausch erleichtert, wie etwa mit Microsoft Teams. Vor geraumer Zeit kündigte Microsoft an, die hybride Arbeitswelt revolutionieren zu wollen – mit Microsoft Loop. Der Rollout der App ist noch nicht erfolgt, aber einige Loop-Komponenten sind schon einsatzbereit. Nachdem wir uns im ersten Blogbeitrag unserer Loop-Reihe „Hybrides Arbeiten neu definiert“ angesehen haben, was Loop grundsätzlich ist und wo die Vorteile liegen, möchten wir im zweiten Teil das Thema tiefer beleuchten.

Wir sind der Frage nachgegangen, inwieweit Microsoft Loop die hybride Arbeitswelt wirklich revolutionieren kann bzw. was mögliche Schwachstellen sein könnten.

Welche Features machen Microsoft Loop besonders?

Zunächst einmal verspricht Microsoft mit Loop eine produktivere und zielgerichtetere Zusammenarbeit. Vor allem die mobile Version ist vor allem für jene, die von unterwegs arbeiten, spannend, da sie sehr benutzerfreundlich sein soll. Abstimmungstabellen vereinfachen das Brainstorming und ermöglichen eine rasche Entscheidungsfindung – sogar mit Personen außerhalb des Teams. Zudem ist dank der Echtzeit-Funktion alles vollkommen transparent nachvollziehbar.

Microsoft Loop - Abstimmungstabelle

Abstimmungstabelle (Quelle: Microsoft)

Der Statustracker (eine dynamische Tabelle) ist ein zeitsparendes Feature, das dabei hilft, den Überblick über den Fortschritt eines Projekts zu behalten. Dadurch muss man nicht mehr ständig nachfragen, ob etwas schon erledigt wurde oder wie der Status Quo ist. Darüber hinaus muss man die Applikation nicht mehr wechseln – ein Blick in den Statustracker reicht und man ist up-to-date.

Microsoft Loop - Status Tracker

Status Tracker (Quelle: Microsoft)

Sinnvoll ist die Möglichkeit der Versionierung. Dadurch kann man die ursprüngliche oder letzte Version einer Datei wiederherstellen, wenn sie beispielsweise versehentlich gelöscht wurde oder ein Fehler aufgetreten ist.

Was könnten Schwierigkeiten sein?

Böse Zungen könnten behaupten, dass Microsoft Loop mit Notion vergleichbar ist (vgl. Mr. SharePoint). Dem können wir nur bedingt zustimmen, da es zwar Ähnlichkeiten beim Aufbau der Loop Workspaces gibt, aber man das Rad ja auch nicht laufend neu erfinden kann. Ausserdem ist Microsoft ja bekannt dafür, die besten Ideen miteinander zu verknüpfen und nahtlos zu integrieren, ohne dass man x unterschiedliche Tools benötigt. Schlussendlich haben hier die User das letzte Worte und entscheiden, welche App sie bevorzugen. 

Eine wesentliche Herausforderung von Loop betrifft das Thema Data Governance und Datenablage. Erfahrungsgemäß besteht dort, wo viele Daten gesammelt werden, immer die Gefahr eines Datenchaos, wenn man sich nicht schon im Vorfeld Gedanken über einige Dinge macht. Dazu zählt beispielsweise, wo die Daten abgelegt werden. Microsoft Loop speichert Daten standardmässig im persönlichen OneDrive eines Users. Dadurch droht im Falle des Ausscheidens einer Person aus dem Unternehmen die Gefahr eines Datenverlustes, wenn die Daten beispielsweise nur im persönlichen OneDrive gespeichert wurden. Theoretisch kann man zwar innerhalb von 30 Tagen eine Sicherung durchführen, aber was passiert nach dieser Frist? Zudem muss man als Arbeitgeber auch erst einmal davon wissen, dass im OneDrive des Mitarbeiters wichtige Daten liegen. Daher ist es wichtig, sich gründlich zu überlegen, wie die Governance aussehen soll. Alternativ kann man zum Beispiel die Daten im gemeinsamen SharePoint-Laufwerk speichern.

Microsoft verspricht hier Abhilfe mit der Integration von DLP (Data Loss Prevention) und der Nutzung der bereits aus anderen Apps bekannten Sensitivity Labels. Im Zuge der Ignite 2022 wurde angekündigt, dass diese Funktionen zukünftig für alle Loop-Komponenten verfügbar sein sollen.

Ein gut gemeinter Ratschlag zum Schluss

Während man also gespannt auf den vollständigen Rollout der Microsoft Loop App wartet, könnte man sich die Wartezeit verkürzen, indem man sich z.B. Gedanken zur fehlenden bzw. wenig zufriedenstellenden Data Governance macht. Es liegt nämlich auf der Hand, dass mit wachsendem Datenvolumen und steigender Datenkomplexität die Data Strategy eines Unternehmens einen hohen Stellenwert einnehmen wird. Auch wenn man bei der Nutzung einer App in erster Linie an die „sichtbaren“ Features denkt, so darf man keinesfalls die Abläufe im Hintergrund aus den Augen verlieren.

Auch die von Microsoft angekündigte DLP und die Sensitivity Labels stellen rein technische Hilfsmittel dar. Deren sinnvolle Nutzung setzt voraus, dass eine Strategie zur Datenklassifizierung und zum Data Lifecycle Management besteht.

Mit unseren Cloud Data Governance & Strategy Starterkit können wir in kurzer Zeit (3-5 Arbeitstage) gemeinsam mit Ihnen eine solide Basis für die Microsoft 365 Online Services unter Berücksichtigung von Datensicherheit und Data Governance erarbeiten.

Weiterführende Links

Sie haben Fragen oder wünschen weitere Infos dazu?

Schreiben Sie uns!

Weitere Artikel

GovAI – sichere KI-Assistenz für den Arbeitsalltag

GovAI ist eine sichere KI‑Plattform, die Mitarbeitende davor schützt, sensible Daten mit der KI zu teilen. Gleichzeitig profitieren Mitarbeitende vom vollen Funktionsumfang der KI. 
TEO - der KI-Schichtplaner von Allgeier Schweiz

TEO – der KI-Assistent für personelle Einsatzplanung

Manuelle Schichtplanung ist zeitaufwändig, fehleranfällig und führt oft zu Unter- oder Überbesetzungen. Mit TEO wird die Planung effizienter, stabiler und transparenter.
Ablauf Windows Secure Boot Zertifikat

Windows Secure Boot Zertifikate laufen ab – sind Sie vorbereitet?

Ab Juni 2026 laufen zentrale Microsoft Zertifikate für UEFI Secure Boot aus, was die IT-Sicherheit von Unternehmen gefährden kann. Betroffen sind neben Windows PCs auch Server und virtuelle Maschinen. Erfahren Sie, welche Schritte Sie ergreifen sollten, um Ihre Umgebung zu überprüfen und Sicherheitsrisiken zu minimieren.
MAX - der KI-Assistent für den Kundendienst

MAX – der KI-Assistent für den Kundendienst

Service-Hotlines leiden oft unter verstreuten Informationen und fehlender Dokumentation, was zu falschen Antworten und langen Wartezeiten führt. Mit dem KI-Agenten MAX lassen sich Kundendienstanfragen schneller und zuverlässiger lösen.
Headerbild von KI-Mitarbeiterin RITA

RITA – die KI-Buchhaltungsmitarbeiterin

Mit RITA, der KI-gestützten Rechnungs-Assistenz, lassen sich Rechnungsabläufe automatisieren und deutlich effizienter gestalten. Von der E-Mail ins ERP, mit RITA.
Headerbild von KI-Mitarbeiter KLAUS

KLAUS – die intelligente Hilfe bei der Schadenfallbearbeitung

Hohe Mengen an Schadensmeldungen führen durch manuelle Prüfung zu langen Bearbeitungszeiten und inkonsistenten Entscheidungen. Mit dem KI-Agenten KLAUS werden Fälle automatisch analysiert und priorisiert.
INA - die smarte HR-Assistenz

INA – die intelligente HR-Unterstützung

Mit der KI-Assistentin INA lassen sich wiederkehrende Fragen nach Ferienanspruch, Benefits oder Reisekostenrichtlinie automatisiert beantworten und die HR-Abteilung spürbar entlasten.
Headerbild von KI-Mitarbeiterin HILDE

HILDE – der smarte IT Support Agent

Wiederkehrende IT-Anfragen wie Passwortprobleme überlasten den Helpdesk und führen zu langen Wartezeiten. Mit HILDE lassen sich IT-Fragen automatisiert klären – noch bevor ein Ticket entsteht.

Whitepaper: Vom Bestellfrust zum modernen B2B-Commerce