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KI im Alltag: Lösung gegen Lebensmittelverschwendung
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Lösung gegen Lebensmittelverschwendung!

Der Hype um generative KI ist ungebrochen und es vergeht kaum ein Tag, ohne dass eine neue Ankündigung über ein Startup oder eine neue KI-gestützte Prozessimplementierung gemacht wird. Obwohl die Präsenz dieser Technologie unbestreitbar ist, erscheint es dem einen oder anderen noch, als sei ihre Umsetzung weit von unseren alltäglichen Aktivitäten entfernt und betreffe uns zumindest noch nicht persönlich. Andere Stimmen wiederum warnen vor den Gefahren der KI und malen Szenarien von dystopischen Skynet-Fantasien bis hin zur Angst, den eigenen Job an KI zu verlieren.

Wir als Experten sind jedoch der Meinung, dass KI bei verantwortungsvoller Implementierung und den richtigen Anwendungsfällen eine grossartige Unterstützung für die meisten Menschen sein kann und als Inspiration oder Hilfe bei der Realisierung von Projekten dienen kann, die sonst viel zeitaufwändiger und kostspieliger wären. Und das auch heute schon.

Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die Entwicklung der Food Fighters-Lösung, die wir für den globalen Microsoft AI-Hackathon entwickelt und im Rahmen unseres SDS-Workshops dieses Jahr vorgestellt haben. In einem kurzen Zeitraum von zwei Wochen und mit nur zwei Personen entwickelten wir eine KI-gestützte App, die potenziell Lebensmittelverschwendung reduziert und hilft, den Überblick über alle Produkte in ihrem Kühlschrank zu behalten. Wir kombinierten einfach KI und Microsoft Fabric, um ein reales Problem zu lösen und konnten schnell einen ersten Entwurf dessen erstellen, was wir entwickeln wollten.

Problem – Idee – Lösung

Die meisten Menschen kennen wahrscheinlich das Gefühl, ihren Kühlschrank zu öffnen und traurig festzustellen, dass einige Produkte verdorben entsorgt werden müssen, weil sie hinter einem Käseblock oder einer Milchflasche versteckt waren und in Vergessenheit gerieten. Im Alltag ist es manchmal schwer, den Überblick über alles zu behalten. Das gilt auch für Lebensmittel im Kühlschrank.

Unsere Idee war es, etwas zu schaffen, das nicht nur dabei hilft, den Überblick über die gekauften Lebensmittel und deren Verfallsdaten zu behalten, sondern dass auch aktiv Ideen liefert, wie die Produkte vor ihrem Ablauf verwendet werden können.

Die Lösung ist eine App, die eine Inventarliste der Kühlschrankprodukte in einer Cloud-Datenbank führt und diese KI-gestützt mit einer Rezeptvorschlagsfunktion kombiniert.

Lösungsarchitektur Food Fighters

Um die „Food Fighters“-Lösung zu realisieren, nutzten wir verschiedene Technologien und Plattformen:

  • Power Apps als Frontend: Wir haben Power Apps genutzt, um eine benutzerfreundliche Oberfläche zu erstellen. Die App ermöglicht es den Nutzern, den Barcode ihrer Produkte zu scannen und Bilderkennung zur Identifizierung der Lebensmittel zu verwenden. Dies macht die Datenerfassung schnell und einfach.
  • Microsoft Lakehouse: Der gescannte Barcode wird an ein von uns erstelltes Microsoft Lakehouse gesendet. Das Lakehouse basiert auf der OpenFoodFacts.org-Datenbank, die über Fabric Notebooks in Microsoft Fabric importiert wurde. Diese Datenbank enthält über 3 Millionen Produkte. Die Barcodes werden mit den Einträgen in der Datenbank abgeglichen, um herauszufinden, um welches Lebensmittel es sich handelt.
  • Datenverarbeitung mit OpenAI: Nach der Identifizierung des Produkts verwenden wir die erhaltenen Informationen, um ein weiteres Notebook zu starten, das sich mit der OpenAI API verbindet. Wir stellen eine Anfrage an die API, um die Haltbarkeitsdauer des jeweiligen Produkts zu schätzen. Mit einigen Transformationen können wir nun die Antwort nutzen, um ein Mindesthaltbarkeitsdatum zu berechnen, das wir in einer weiteren Tabelle in unserem Lakehouse speichern. Diese Tabelle dient als unser Kühlschrankinventar.
  • Visualisierung mit PowerBI: Diese Tabelle dient als Quelle für ein Datenmodell, das wir verwenden, um einen PowerBI-Bericht zu erstellen. Dieser Bericht zeigt an, was sich derzeit in unserem Kühlschrank befindet und die jeweiligen Mindesthaltbarkeitsdaten der einzelnen Produkte. So haben die Nutzer stets einen Überblick über ihre Lebensmittel und deren Haltbarkeit.
  • Automatisierung mit Data Activator und Power Automate: Mit Data Activator überwachen wir die Daten jedes Produkts. Sobald die Haltbarkeit eines Produkts nur noch fünf Tage beträgt, löst dies einen Power Automate-Flow aus. Dieser Workflow kann z. B. eine Benachrichtigung an den Nutzer senden, um ihn daran zu erinnern, das Produkt bald zu verbrauchen.
  • Rezeptvorschläge mit OpenAI: Mit den Informationen des Inventars senden wir nun eine weitere Anfrage an die OpenAI API. Wir bitten um eine Liste von drei Rezepten, die das bald ablaufende Produkt sowie andere im Kühlschrank vorhandene Produkte verwenden. Das von der API erhaltene Ergebnis wird dann formatiert und als Erinnerung per E-Mail an den Nutzer gesendet. So bekommt der Nutzer kreative Ideen, wie er die Produkte rechtzeitig verbrauchen kann.
Food Fighter App

Lead the Leap: Die Power generativer KI

Auch wenn sicherlich viele Verbesserungen erforderlich sind, um daraus eine kundenfreundliche und alltagstaugliche Lösung zu gestalten, waren wir überrascht, wie schnell wir die Lösung erstellen und einen ersten funktionierenden Prototyp entwickeln konnten. Es wäre sicherlich auch möglich gewesen, die App ohne den Einsatz von KI zu entwickeln, aber die Einrichtung und die Lösung wären weitaus komplexer und zeitaufwändiger gewesen. Dies zeigt, dass generative KI bei kreativer Nutzung aktiv hilft, Zeit zu sparen und bei mühsamen Aufgaben unterstützt.

Am Ende war es auch für uns eine grossartige Lernerfahrung und eine sehr spannende Aufgabe, eine Lösung für ein reales Problem unter Verwendung neuer Technologien und insbesondere KI zu schaffen. Wenn Sie an solchen oder ähnlichen Lösungen interessiert sind oder vielleicht komplett andere Projektideen haben, die Sie mit Hilfe von KI realisieren möchten – wir setzen das für Sie um.

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