Digital, überall verfügbar und sicher – geht das?

Zwischen Flexibilität und Festungsanlage: Ein Expertengespräch mit Christian Dunkel über Secure Workplace.
 

Die Digitalisierung schreitet rasant voran und der Arbeitsplatz ist längst nicht mehr auf das Büro beschränkt. Damit gewinnt auch das Thema Sicherheit zunehmend an Relevanz. Doch was bedeutet es wirklich, einen »Secure Workplace« zur Verfügung zu stellen? Und wie können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Daten und Netzwerke geschützt sind, während sie aber gleichzeitig die von der modernen Arbeitswelt geforderte Flexibilität und Mobilität bieten?

Um Klarheit in dieses komplexe Thema zu bringen, haben wir uns an einen der Besten gewandt: Christian Dunkel, Head of Infrastructure & Workplace Services bei Allgeier. Im Gespräch beantwortet er die wichtigsten Fragen zu Secure Workplace, gibt aber auch Tipps, wie Unternehmen die digitale Arbeitssicherheit gewährleisten können.

Was genau versteht man unter einem Secure Workplace? Ein Secure Workplace ist ein digitaler Arbeitsplatz, der durch Technologien und Strategien geschützt ist, um Daten, Anwendungen und Netzwerke vor Bedrohungen zu sichern. Es geht darum, eine Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit zu finden.

Warum ist IT-Sicherheit heute so relevant, unabhängig vom Arbeitsumfeld? In unserer vernetzten Welt sind Daten das wertvollste Gut. Mit der Zunahme von Cloud-Computing und mobilen Geräten sind Daten überall zugänglich, was neue Sicherheitsherausforderungen mit sich bringt. Daher ist es entscheidend, dass IT-Sicherheit in allen Arbeitsumgebungen Priorität hat.

Welche Rolle spielen externe Dienstleister und Partner in der Sicherheitsstrategie eines Unternehmens? Externe Partner können sowohl eine Hilfe als auch ein Risiko darstellen. Es ist wichtig, klare Richtlinien und Kontrollmechanismen für den Umgang mit Dritten zu etablieren, um sicherzustellen, dass sie denselben Sicherheitsstandard einhalten.

Wie können Unternehmen ihren Mitarbeitern das sichere Arbeiten von überall aus ermöglichen? Beispielsweise durch den Einsatz von End-to-End-Verschlüsselung, sicheren VPN-Verbindungen oder Multi-Faktor-Authentifizierung. So können Mitarbeiter, unabhängig vom Standort, sicher auf Unternehmensressourcen zugreifen.

Welche Vorteile bietet dabei die Multi-Faktor-Authentifizierung? Die MFA bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, indem sie die Identität eines Benutzers durch mehrere Verifizierungsmethoden bestätigt. Dies macht es für Angreifer erheblich schwieriger, unbefugten Zugriff zu erlangen.

Gibt es noch weitere Massnahmen, die Organisationen zum Schutz ihres Netzwerkes treffen können? Sicher, da gibt es einiges. Zuallererst etwa die beiden Prinzipien »Zero Trust« und »Least Privilege«. Zero Trust beinhaltet, dass keinem System und keiner Person innerhalb oder außerhalb des Netzwerks automatisch vertraut wird und jeder Zugriffsversuch verifiziert werden muss.

Least Privilege zielt darauf ab, jedem Benutzer und System nur die minimal notwendigen Zugriffsrechte zu gewähren. So werden Risiken minimiert und potenzielle Angreifer erhalten – im Falle eines dennoch erfolgreichen Angriffes auf ein einzelnes Konto – keinen weitreichenden Zugriff auf das Netzwerk.

Gerade diese beiden Modelle sind besonders relevant, wenn Mitarbeiter von verschiedenen Standorten aus arbeiten und auf Unternehmensdaten zugreifen müssen und ergänzen die bereits vorhandene Sicherheitsmaßnahmen.

Können Mitarbeiter auch aktiv etwas zum Secure Workplace beitragen? Neben technischen Lösungen ist es wichtig, eine Kultur des Sicherheitsbewusstseins zu fördern. Regelmässige Schulungen und Aufklärungskampagnen können beispielsweise helfen, Mitarbeiter über die Gefahren und die Minimierung von Risikofaktoren eines Remote-Arbeitsplatzes zu informieren.

Wie behält man am besten den Überblick über Workplace Security? Am besten durch die Implementierung von Monitoring-Tools, wie Sicherheits-Dashboards oder Security-Berichtssystemen. So können Unternehmen in Echtzeit Einblicke in ihre Sicherheitslage erhalten und proaktiv auf Bedrohungen reagieren.

Wie unterstützt Allgeier Unternehmen beim Aufbau eines Secure Workplace? Allgeier bietet einen ganzheitlichen Ansatz, der Unternehmen bei der Analyse, Implementierung von Sicherheitstechnologien, Schulung von Mitarbeitern und Entwicklung von Sicherheitsrichtlinien unterstützt.

Wie sieht die Zukunft des Secure Workplace aus? Es wird sich auch weiterhin viel verändern – Stichwort Authentifizierung –  etwa der vermehrte Einsatz von biometrischen Verfahren. Ich rechne aber auch mit einer verstärkten Implementierung von Cloud-Sicherheitslösungen und noch strengeren Datenschutz- und Compliance-Anforderungen.

Die Zukunft des Secure Workplace wird also von technologischen Fortschritten, aber auch von sich ändernden Arbeitsgewohnheiten und gesetzlichen Anforderungen geprägt sein. Für Unternehmen wird proaktives Handeln und eine kontinuierliche Adaption für ihre Wettbewerbsfähigkeit entscheidend sein.

Ein grosses Dankeschön an Christian Dunkel für das Teilen seiner Expertise. Sicherheit im digitalen Arbeitsumfeld ist ein zentrales Thema bei Allgeier. Wenn auch Sie Ihre Sicherheitseinstellungen überprüfen lassen möchten oder ein speziell auf Ihr Unternehmen zugeschnittenes Sicherheitspaket benötigen, sind wir die richtigen für Sie!

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