Build 2017 – Teil 1: Neuigkeiten zu Azure und Teams

Build 2017 - Teil 1: Neuigkeiten zu Azure und Teams

Satya Nadella eröffnete die Microsoft Build 2017 und führte in die nächste Stufe von Artificial Intelligence für die Entwicklergemeinde ein. Im Weiteren zeigte er eine stark erweiterte Teams Version und kündigte neue Hardware-Partner für Cortana an.

Die 1. Keynote hatte wie erwartet ihren Schwerpunkt auf Microsofts Azure Cloud. Nadella lieferte zuerst ein paar Zahlen, um die Attraktivität von Windows 10 mit Azure zu untermauern:

  • 500 Millionen aktive Windows 10 Geräte pro Monat
  • 100 Millionen aktive Office 365 Anwender
  • 140 Millionen aktive Cortana Anwender
  • 12 Millionen Organisation, die Azure Active Directory einsetzen
  • Mehr als 90% der Fortune 500 Unternehmen setzen die Microsoft Azure Cloud ein

Unter dem Begriff „Intelligent Cloud“ kommen weitere neue Services und Lösungen. Damit können mit Hilfe von Machine Learning und Artificial Intelligence extrem grosse Datenmengen in Echtzeit auf den unterschiedlichste Geräte analysiert werden. Hierfür sind neue Cognitive Services (z.B. Custom Vision Service) auf einer höheren Abstraktionsebene verantwortlich.

Mit dem neu angekündigten „Azure IoT Edge“ Service können nun auch Daten von am Computer angeschlossen Geräte gesammelt werden. Die Analyse erfolgt mit Hilfe der Erweiterung von Microsoft Graph. Dieser Service entwickelt sich immer mehr als Schlüsseltechnologie, die hinter vielen Services oder API steht. Vor allem Cortana bezieht viele Funktionen von dieser Logik. Wie diese Technologien in Applikationen oder Lösungen eingesetzt werden können, wird bei Microsoft Teams deutlich. Teams unterstützt nun auch Bot und kann von Entwicklern erweitert werden. Eine Demonstration unter Teams zeigte die tägliche Abfrage aller Termine, mit der Möglichkeit Termine zu verschieben. Dabei machte Cortana Vorschläge, wann man rechtzeitig zum Termin losfahren soll oder sich zu einer Telefonkonferenz einwählen muss. Mit Hilfe von Project Rome konnte das Gespräch aus dem Auto automatisch auf das Mobile Phone bzw. PC übernommen werden.

Teams wird für Entwickler auch Erweiterungen über Bot, Tabs und Channels anbieten und kann über die API auf die Channels zugreifen. In dem Beispiel wurden den Meeting Teilnehmern sprach gesteuert, über Cortana, LinkedIn Kontakte zu einem Thema vorgeschlagen. Diese Art von Lösung und Datensammlung benötigt auch eine neue Datenspeicherungs-Technologie. So ist es nicht erstaunlich, dass mit Microsoft Azure Cosmos DB eine neue Datenbank angekündigt wurde. Diese ist auf Geschwindigkeit und Verfügbarkeit getrimmt. Microsoft richtet sich bei Datenbanken mehr und mehr als SaaS Lieferant aus. Es werden nicht nur mehr Datenbank Technologien angeboten (neu sind MySQL und Postgres), sondern auch Cosmos DB ist ein „serverless“ Service. Damit können sich die Entwickler auf die Implementierung konzentrieren. Der Betrieb und vor allem die Skalierung wird von Azure übernommen. Weitere physische Standorte der Datenbank können über Azure erstellt und verwaltet werden. Interessant ist die Ankündigung, dass bestehende Datenbanken in Azure, mit Hilfe von speziellen Adaptern, in die Cloud migriert werden können. Letztlich wurden auch für die Verwaltungs- und Implementierungslösungen neue Features angekündigt. Azure Management ist bald als (mobile) App verfügbar und hat eine lokale Shell (Bash oder Powershell), um die unterschiedlichen Services zu verwalten. Neben oben erwähnten Highlights gab es viele kleinere Ankündigungen (z.B. General Availability von VS 2017 for Mac). Wir blicken gespannt auf die weitere Entwicklung der Azure Cloud zu einer immer intelligenteren Plattform, die dem Entwickler einfache APIs zur Implementierung anbieten.

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